Schneiderei fuer Wortgewaender

„Moegen meine Worte das Land ergreifen wie die Flamme einer Fackel das Herz der Nacht“

Zu meiner Arbeit als Schneiderin fUEr WortgewAEnder

Worte haben eine ungeheure Macht und ich suche und finde neue Formulierungen, Vokabeln, AusdrUEcke fUEr neue Zeiten und Wege des Menschseins. Zeiten groSSer VerAEnderungen formen auch unsere Sprache und fordern mich dazu auf, sehr prAEzise zu arbeiten, wenn ich „WortgeWAEnder“ schneidere. Denn in meinen Augen schreiben wir alle Geschichte. Und ich…nehme das wOErtlich.

Es gibt viele Worte, mit denen ich mein Wirken in der Welt beschreiben kOEnnte. Die meisten, wie zum Beispiel: Schriftstellerin, Poetin, SelbststAEndige oder freischaffende KUEnstlerin, Wahl-Arbeitslose und „auf der Suche“, sind mir jedoch zu eng, zu wenig atmend, die Gewebe scheinen mir so unangenehm verdichtet und gefUEllt mit allerlei Vorstellungen und machen den Geist und das Herz eng und voreingenommen, anstatt sie in eine spUErsame Weite einzuladen fUER das, was ich wirklich sage und spreche.

Ich sehe mich als eine von denen, die Wortloses, Unaussprechbares, Verborgenes in den Raum von HOErbarkeit, SpUErbarkeit, Sprechbarkeit begleiten. Worte sind mir darin ein Werkzeug, ein Transportmittel, ein Rahmen, den meine Lippen formen lernen und den meine HAEnde erschaffen, durch den hindurch das Sein, der Fluss des Lebens, die Liebe der SchOEpfung (all das sind Wort-KrUEcken, die nicht sagen was ich meine, so bitte ich dich, das zu hOEren was hinter ihnen liegt) klingen und manifest werden kOEnnen.

Auch hier, in der Werkstatt der Schneiderin, geht es in allererster Linie um die Heilung der FlUEsse, Essenz allen Lebens.